1- Projektdaten
2- Standortbeschreibung
3- Anlagebeschreibung
4- Fest ausgerichtete Felder
5- einachsige Nachführung
6- Tabelle: Solargeneratoren und Wechselrichter
7- Wechselrichter
8- Überwachung und Steuerung (Monitoring)
9- Software für die Datenerfassung
10- Messkanäle
11- Bau, Installation und Inbetriebnahme
12- Zeitplan
13- Kosten
14- Betriebsdaten
15- Betriebserfahrung
16- Öffentlichkeitsarbeit
17- Ausblick
18- Wirtschaftlichkeit

  • Kosten der erzeugten Photovoltaikenergie
  • Erfolg des Projektes

 

 

PROJEKTDATEN

REFERENZNUMMER DES PROJEKTS:
PROJEKTTITEL:

STANDORT:
INSTALLATIONSDATUM:
GENERALUNTERNEHMER:


VERTRAGSPARTNER:


VERTRAGSPARTNER:



VERTRAGSPARTNER:




Ansprechpartner für technische Angaben

SE/00109/91/ES/DE
Planung und Errichtung einer 1 MW PV-Anlage in Spanien
La Puebla de Montalbán, Toledo,Spanien
7 de Juni 1994
Toledo PV (AEIE)
Capitán Haya, 53
28020 Madrid
Unión Fenosa
Capitán Haya, 53
28020 Madrid
Endesa
c/ Príncipe de Vergara, 187
28002 Madrid
España
RWE Energie AG
Kruppstr. 5
Bereich KR-PS
45117. Essen
Deutschland
L. Zarauza
Unión Fenosa
Capitán Haya, 53
28020 Madrid
e-mail: int@pop.uef.es

STANDORTBESCHREIBUNG

Der Standort der Photovoltaikanlage Toledo wurde nach den folgenden Kriterien ausgewählt:
  • Hohe solare Einstrahlung auf geneigte Fläche von ca. 1.900 kWh/m², (Breite 40º N).
  • vorhandene 15 kV - Netzanbindung
  • verfügbare Fläche von ca 30.000 m² in der Nähe zu einem Wasserkraftwerk am Fluß Tajo
  • gute Infrastruktur und Zugang über Verkehrswege.

Für die Auswahl des Standortes sprachen die Nähe zu Madrid, die unmittelbare Verfügbarkeit sowie gute Verkehrsanbindungen und günstige Betriebs- und Wartungsbedingungen für eine Demonstrationsanlage von 1 MW. Durch die besonderen Umgebungsbedingungen der Photovoltaik-Anlage (ein Stausee für landwirtschaftliche Zwecke im heissen und trockenen Klima des Landesinnern) ist eine einmalige Fauna und Flora entstanden. Wandervögel nutzen den Stausee als Überwinterungsstation und saisonbedingtes Habitat. Andere Vögel und wasserabhängige Tiere leben das ganze Jahr in der Gegend. In Nähe der künstlich angelegten Kanäle wachsen Pflanzen wie Thymian, Ginster und Lavendel. Auf dem Standort befanden sich früher die Baustelleneinrichtungen für den Bau des benachbarten Wasserkraftwerkes. Sie wurden für den Bau der Anlage abgeräumt.


ANLAGEBESCHREIBUNG
Die Anlage ist über eine 15 kV-Leitung direkt an das öffentliche Versorgungsnetz angeschlossen. Die Anlage besteht aus 7.936 Photovoltaik-Module und aus 3 Feldern mit 25 Unterkonstruktionen. Tabelle 1 enthält eine Zusammenfassung der Bestandteile.

FEST AUSGERICHTETE TRAGESTRUKTUREN
Die Tragestrukturen der zwei großen festausgerichteten Felder weisen eine Neigung der Generatorfläche von 30º gegenüber der Horizontalen auf. Diese Felder sind mit einem Ausgang zu den GS-Sammelschienen von 400 V mit zentraler Erdung ausgerüstet und verfügen über je zwei 6-pulsige netzkommutierte Wechselrichter von 450 kW. Der Solargenerator arbeitet mit zwei unterschiedlichen Technologien. Die Hochleistungs-Zellen vom Typ Saturn von BP Solar España und die bei Niedrigtemperatur hergestellten MIS-1 Zellen von ASE GmbH (Nukem).

EINACHSIGE NACHFÜHRUNG

Das dritte Feld arbeitet mit Saturn LGBC Hochleistungs-Zellen und ist mit einem einachsigen Nachführsystem mit Ausgang zu Sammelschienen von 200 V ausgerüstet. Im Laufe des Tages wird die Ausrichtung von Osten (am Morgen) nach Westen (abends) gesteuert. Dieses Feld ist mit einem selbstkommutierten 100 kW-IGBT Wechselrichter ausgerüstet. Der Solargenerator besteht aus vier 2,5 m breiten und 80 m langen Einheiten, die mit ihrer beweglichen Längsachse Nord-Süd ausgerichtet sind. Ein Abstandfühler ist für die präzise Ausmessung der Position jeder Reihe verantwortlich. Bei einer Abweichung von mehr als 1º zur korrekten Ausrichtung wird der optimale Einstellungswinkel bestimmt und von den Motoren nachgerichtet. Jede der vier Reihen ist mit einem Elektromotor ausgerüstet. Das System hat einen Energieverbrauch von 700 Wh pro Tag, und ist somit <0,2% der Energieerzeugung des Systems.

Der Nachläufer arbeitet in drei rechnergesteuerten Betriebsarten: ideale Nachführung, Retronachführung und Festposition. Im allgemeinen arbeitet er im Retronachführbetrieb. Aus Gründen des Schattenwurfs verläuft der Nachlaufwinkel 60º zur Horizontalen. Der einhergehende Energiegewinnungsverlust liegt bei unter 3% im Vergleich zur vollständigen Nachführung. Der Energieverbrauch des Systems beträgt mit 700 Wh/Tag weniger als 0,2% der Energiegewinnung des Systems. Ein zusätzlicher Sicherheitsschalter begrenzt die Bewegung.


TABELLE 1 SOLARGENERATOR UND WECHSELRICHTER

 

Feld 1

Feld 2 Feld 3

Ausrichtung

 

Süd / 30° geneigt

Süd / 30° geneigt

Einachsig NS-nachgeführt

MODULE

       

Hersteller

 

Nukem

BP Solar

BP Solar

Typ

 

PP 204 MC

BP495

BP495

Silizium Material

 

monokristallin

monokristallin monokristallin

Max. Leistung (Standardbedingungen)

Wp

216

90

90

Modulwirkungsgrad

%

10,6

14.3

14,3

SOLARGENERATOREN

       

Anzahl Module

 

2.112

4.704

1.120

Reihe x Parallel

 

32 x 66

28 x 168

14 x 80

Max. Leistung (Standardbedingungen)

kWp

456

423

101

Nom. Leistung
(G = 800 Wm-² T = 55° C)

kW

366

341

81

Nom. Spannung

V

781

724

362

Nom. Strom

A

468

470

224

Anzahl Unterkonstruktionen

 

9

12

4

Modul-Fläche

4.309

2.942

703

Oberflächenbelegung

10.450

7.150

2.560

WECHSELRICHTER

       

Hersteller

 

Enertron

Enertron

Enertron

Prinzip

 

Netzgeführt

Netzgeführt

Selbstgeführt

Leistungshalbleiter

 

Thyristor

Thyristor

IGBTs

Nom. Leistung

kVA

450

450

100

Schaltfrequenz

 

12-pulsig

12-pulsig

HF (2500 Hz)


WECHSELRICHTER

Die Netzkopplung der Photovoltaikanlage stellte eine Schwierigkeit dar, da das 15 kV-Netz am Standort mit einer Kurzschlussleistung von 6 MVA sehr schwach ist. Ziel war es, eine kostengünstige und effiziente Lösung zu finden, die gleichzeitig eine hohe Qualität des Ausgangstromes beinhaltet.

Jedes der drei Felder ist mit einen Wechselrichter an das Wechselstromsystem angekoppelt. Bei den zwei Hauptfeldern mit 456 bzw. 423 kW Leistung wird ein netzgeschalteter Doppelwechselrichter mit 6 Impulsen, Thyristoren und 450 kVA Nennleistung eingesetzt.

Der 12-puls-Betrieb wird für jedes Feld durch Anschluss beider Wechselrichter jedes Feldes an die beiden NS-Wicklungen des Unterfeld-Aufwärtstransformators mit einer Phasenverschiebung durch Stern- bzw. Dreieckschaltung erreicht.

Dadurch wird mi wesentlichen die 5º- und 7º Harmonische des erzeugten Wechselstromes unterdrückt.

Ein 100 kW-Wechselrichter mit IGBT übernimmt die Umwandlung der Gleichstromleistung des Trackingsystems. Die Schaltseinheit besteht aus drei palallelgeschalteten Brücken, die bei einer Frequenz von 2'500 Hz schalten. Die Wahl dieser relativ niedrigen Frequenz erfolgte angesichts der geringen Schaltverluste, hohen Leistungskoeffizienten und geringen Grundwellen+. Der Leistungsfaktor und Oberwellengehalt ist deutlich höher als bei den netzgeschalteten Wechselrichtern, weist allerdings einen leicht geringeren Wirkungsgrad auf.


ÜBERWACHUNG UND STEUERUNG (MONITORING)

Die Auslegung des Datenerfassungssystems erfolgte für einen vollständig automatischen Betrieb. Das System wurde im Mai 1994 installiert und ist einsatzbereit. Das Betriebssystem ist ein vollständig hierarchisiertes Mehrzwecksystem von 32 bits mit Kapazität für den Echtzeitbetrieb. Das Datenerfassungssystem steuert 128 gemessene und 14 berechnete Kanäle. Die erfassten Parameter werden folgendermassen eingeteilt:

  • meteorologische Angaben
  • elektrische Angaben (Eigenschaften von WS und GS). Messung der Energie (WS- und GS-Energiewerte)
  • Störfall-Verzeichnis (fehlende Erdung, Erhitzung Wechselrichter, Zustand, usw.).

Neben dem System für die Datenerfassung ist ein unabhängiges Mebsystem für die Erfassung der Einstrahlung, des Gleichstroms in jedem Feld und des Wechselstroms in 15 kV vorhanden. Die Angaben werden auf elektromechanischen Zählern mit acht Stellen angezeichnet.


SOFTWARE FÜR DIE DATENERFASSUNG

Das Hauptsteuerungsprogramm ist mit Microsoft Visual C++ und LabVIEW für Windows NT entwickelt worden. Für die Abfrage der tatsächlichen Leistung in Echtzeit setzt der Rechner den ADM Kontroller (Direktzugriff auf den Speicher) ein. Das Hauptsteuerungsprogramm erfasst die Daten der 128 Kanäle, unter Einsatz von Doppeltrennung, wandelt sie in physische Einheiten, analysiert sie, verarbeitet 41 berechnete Kanäle, präsentiert sie in Echtzeit und speichert ab. Die Daten werden im 10-Sekunden-Intervall erfasst und in einer stündlich gebildeten Datei gespeichert. Vier Hauptrechner kommunizieren per Modem, haben Zugriff auf die gebildeten Dateien und können die Daten in Echtzeit anzeigen. Das Programm hat sechs Bildschirme für die Anzeige der Daten in Echtzeit. Die festgestellten digitalen Signale zeigen die Betriebsprozesse des Systems an. Auf den nachstehend aufgeführten Bildschirmen wird auch der Energiefluss angezeigt:

  • allgemeine Leistungsdaten der Anlage
  • meteorologische Daten
  • Nukem-Daten Gleichstrom und Wechselstrom
  • BP Solar-Daten Gleichstrom und Wechselstrom
  • BP-Daten Nachführung Gleichstrom und Wechselstrom
  • Daten der vom Benutzer angewählten Kanäle (graphische Darstellung).

In Madrid befinden sich drei Hauptrechner (bei Ciemat, Endesa und Unión Fenosa). In Essen, bei RWE, ist ein weiterer Rechner vorhanden. Die Software ermöglicht die Bewertung der Kraftwerksleistung und die Bestimmung des Wartungsbedarfs. Die Leistungsanalyse des Kraftwerks wird auf einer Datenbank in Echtzeit erstellt


MEßKANÄLE
Alle Sensoren (128) werden an 4-20 mA-Wandler angeschlossen. Alle Kabel der Signalquellen des Kraftwerks sind doppelt bewehrt und ausserhalb des Gebäudes der Steuerzentrale geerdet. Die Signalquelle ist ohne Masse, weil kein Terminal der Speisung geerdet ist.

PLANUNG, ERRICHTUNG UND INBETRIEBNAHME
Planung, Errichtung und Inbetriebnahme wurden gemäss ursprünglicher Planung durchgeführt. Planung und Errichtung wurden im Februar 1993 aufgenommen und im Mai 1994 abgeschlossen. Die Lieferung der Module erfolgte schrittweise, in Übereinstimmung mit der Konstruktionskapazität der Hersteller. Die Inbetriebnahme erfolgte Ende Mai 1994.

ZEITPLAN
Aufgaben
1
9
9
2
1
9
9
3
1
9
9
4
/
1
9
9
8
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D
J
F
M
Projekt und Engineering
Errichtung
(Vorbereitung des Standorts)
Montage der fes ausgerichteten Tragestrukturen
Montage des Nachführsystems
Montage der Module
Installation der Leistung
Inbetriebnahme
Monitoring

KOSTEN

Ursprünglich wurden die Kosten auf 10.342.000 ECU geschätzt. Die tatsächlichen Installationskosten fielen mit 9.880.029 ECU allerdings 4% geringer aus. Dieser Differenzbetrag ist hauptsächlich auf die günstigeren Preise der Baugruppen und den Währungskurs (Schwankung der Peseta zum ECU) zurückzuführen.

Projektkosten insgesamt


BETRIEBSDATEN
Während der ersten drei Betriebsjahre wurden Änderungsarbeiten an den Thyristor-Wechselrichtern und dem Schutz- und Wiedereinschaltungssystem der Anlage vorgenommen. Der Grund dafür war hauptsächlich die schlechte Netzqualität und die zahlreichen Störfälle. Nach Vornahme dieser Änderungen wurde ein beträchtlicher Rückgang der Netzwirkung und ein elektrischer Wirkungsgrad der Anlage von über 94% bei einer globalen Verfügbarkeit von rund 90% erreicht.

Die Jahresleistung der Anlage wird auf 1,200 MWh geschätzt. Umgebungsbedingte Verschmutzung der Solarzellen ist Ursache für einen saisonbedingten Leistungsverlust von 2 bis 8% je nach Jahreszeit, landwirtschaftlichem Anbauzyklus und Wetterbedingungen.

Im folgenden werden die registrierten Eigenleistungen der Photovoltaik-Umwandlung aufgeführt:

  • Referenzleistung jedes Feldes, Messung der auf jedem Feld eingefangenen Strahlungsenergie (reference yield)
  • Leistung der Photovoltaik-Baugruppen auf der Basis der erzeugten Gleichstromenergie (array yield)
  • globale Leistung jedes Feldes und der Anlage, Indikator für die erzeugte Wechselstromenergie (final yield)

Die Werte für die Jahre 1997 und 1998 werden auf den nachstehenden Tabellen aufgeführt:

1997
  NUKEM

BP FEST
AUSGERICHTET

BP
NACHGEFÜHRT
INSGESAMT
REFERENCE YIELD 5,14 4,97 5,68 N.A.
ARRAY YIELD 3,82 3,66 3,75 3,74
FINAL YIELD 3,62 3,44 3,39 3,52

1998
  NUKEM BP FEST
AUSGERICHTET
BP
NACHGEFÜHRT
INSGESAMT
REFERENCE YIELD 5,39 5,35 5,67 N.A.
ARRAY YIELD 4,21 3,91 3,78 4,03
FINAL YIELD 4,01 3,71 3,55 3,83

Alle Werte beziehen sich auf installierte Spitzenleistung der Anlage gemäss Messungen durch CIEMAT in KWh/Tag/KWp.


KRAFTWERKSBETRIEB
  • Das Kraftwerk arbeitet seit Juni 1994 ununterbrochen im Automatikbetrieb. Die von Juli 1994 bis Februar 1998 (Abschluss des Projekts) ins Netz eingespeiste Energie betrug 1'915, 1'803 bzw. 447 MWh für die drei Felder, d.h. insgesamt 4'165 MWh.

    Zum 31. Dezember 1998 wurden insgesamt 5.244 MWh erzeugt.

  • Die deutsch-spanische Zusammenarbeit war sehr erfolgreich.

  • Die grossen netzgeführten Wechselrichter mit je 450 kVA lassen sich bei sorgfältiger Abstimmung der Regelkreise und entsprechendem Systemdesign auch an schwachen Netzpunkten betreiben.

  • Der 100 kVA-IGBT-Wechselrichter benötigte eine wesentlich kürzere Inbetriebnahmezeit mi Vergleich zu netzgeführten Systemen.

  • Grosse Photovoltaik-Anlagen haben mi Vergleich zu kleinen Photovoltaik-Anlagen wesentlich geringere Investitionskosten.

  • Hochleistungssolarzellen reduzieren die Abmessungen der Konstruktion und belegten Oberfläche.

  • Die geringe Netzqualität machte die Änderung der Wechselrichter-Steuerung und einhergehenden Kompensationseinheiten erforderlich.

  • Die Beauftragung von großen Stückzahlen an Photovoltaikmodulen senkt die Kosten.

  • Die Kosten für Errichtung und Betrieb grosser Anlagen können ebenfalls erheblich gesenkt werden.

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT
Die Photovoltaikanlage von Toledo hat in der Presse und anderen Kommunikationsmedien grosses Interesse erweckt. Auch wissenschaftliche Dokumentarfilme mit Ausstrahlung im Fernsehen in verschiedenen Ländern haben sich mit dieser Anlage befasst. Regelmässig werden Besuche von Elektrizitätsversorgungsunternehmen, akademischen Körperschaften, öffentlichen Behörden, internationalen Delegationen und Bildungsstätten jeder Stufe empfangen.

AUSBLICK

In Erfüllung der grundlegenden Projektziele werden langfristige Verfügbarkeit und Stabilität aller Komponenten bestimmt. Ein detaillierter Vergleich der Kosten der festausgerichteten mit dem nachgeführten System sowie die genaue Ermittlung der Kosten der unterschiedlichen Systeme bringt Hinweise für das zukünftige Design von Photovoltaikanlagen.

Ein Programm für die Fehlerdiagnose als Unterstützung für das Bedienungspersonal und die Senkung der Betriebs- und Wartungskosten ist in Bearbeitung. Das Programm arbeitet mit belegten Daten und Betriebs- und Wartungsberichten für die Verlustanalyse und die Prognose der Energieerzeugung.

 

WIRTSCHAFTLICHKEIT

Kosten der erzeugten PV-Energie

Die Kosten des erzeugten Stroms betragen 1,1 ECU pro kWh. Bei einem Vergleich mit den Erzeugungskosten durch herkömmliche Systeme fällt dieser Preis sehr hoch aus. Die Stromerzeugungskosten werden vor allem durch den hohen Preis der installierten kW (rund 10.000 ECU/kW) beeinflusst. Diese Kosten könnten durch Einsatz von Modulen mit höherer Leistung und geringere Aufwendungen für Überwachungs-, Betriebs- und Wartungssysteme als jene einer Versuchsstation wesentlich reduziert werden

Erfolg des Projekts

Das Projekt bedeutete einen Meilenstein in der Photovoltaiktechnologie und der institutionellen Zusammenarbeit in Europa auf diesem Bereich. Die Teilnehmer (Elektrizitätsversorgungsunternehmen, Hersteller und Forschungseinrichtungen) sind heute führend auf dem Bereich grosser Photovoltaikanlagen.

Technologisch und betriebstechnisch gesehen darf dieses Projekt als Erfolg bezeichnet werden. Die eingesetzten Technologien haben sich bewährt und es wurde ein hohes Niveau an Leistung und Verfügbarkeit erreicht.